Positive Psychologie

Was ist Positive Psychologie?

Der Begriff Positive Psychologie wurde 1954 von dem Psychologen Abraham Maslow eingeführt. Ab 1990 griff der Kollege Martin Seligman die Methoden wieder auf und verfeinerte sie im Rahmen der humanistischen Psychologie.

Die Positive Psychologie zählt zur Verhaltenstherapie, die auf Aneignungs – und Beseitigungsverfahren abzielt. Die Erforschung der Verhaltenstherapie begann durch John Broadus Watson in den 20er Jahren. Sie beinhaltet das Modelllernen, um neue Verhaltensweisen anzueigenen oder das Beseitigen von negativen Reizen. Durch Routineablösung wird das Verhalten neu geformt. Systematische Desensibilisierung oder Sensibilisierung gehören zur Therapie, wie auch Konfrontationen und Problemlösungstraining.

Die 6 Tugenden und 24 Charakterstärken nach Peterson & Seligman dienen der Positiven Psychologie wie ein roter Faden.

1. Weisheit und Wissen:
Hierzu gehören kognitive Stärken, die den Erwerb und den Gebrauch von Wissen beinhalten.
Kreativität:
Neue und effektive Wege finden, die eine Verbindung zwischen Fantasie und Realität bieten.
Neugier:
Das vertiefen von Interesse und wahrnehmen der Umwelt.
Urteilsvermögen:
Themen durchdenken und von allen Seiten betrachten, Perspektiven und Alternativen erkennen
Liebe zum lernen:
Neue Techniken aneignen und Wissen vertiefen.
Weisheit:
Erkenntnisse vermitteln und Ratschläge geben können.

2. Mut / Courage:
Sie beinhalten emotionale Stärken, mit denen innere und äußere Hürden mit Willenskraft erreicht werden können.
Authentizität:
Natürliches und echtes Auftreten, Liebe zur Wahrheit.
Tapferkeit:
Herausforderungen annehmen und sich nicht Unannehmlichkeiten und Hindernissen beugen, sondern annehmen und bewältigen.
Ausdauer:
Geduld und den Willen, Angefangenes zu beenden.
Enthuisiasmus:
Kraft, Begeisterung und Energie einsetzen.

3. Menschlichkeit:
Stärken die liebevolle menschlichen Umgang emöglichen
Freundlichkeit:
Anderen gefällig und zuvorkommend begegnen, gute Taten vollbringen und sich ausgeglichen äußern.
Bindungsfähigkeit:
Menschliche Nähe herstellen und zulassen, sich auf andere Menschen einlassen können.
Soziale Intelligenz:
Das Bewusstsein für die Motivationen der Mitmenschen und auch der eigene und das wahrnehmen von Gefühlen.

4. Gerechtigkeit:
Das Gemeinwesen fördern, die Gesellschaft und Gemeinschaft anerkennen und unterstützen.
Fairness:
Das akzeptieren der Mitmenschen, tolerieren anderer Denkweisen, Meinungen und Handeln, alle Menschen gleich behandeln und gerecht sein.
Führungsvermögen:
Gruppenaktivitäten unterstützen, organisieren und ermöglichen
Teamwork:
Ein gutes Mitglied in einem Teams sein und die eigenen Stärken einbringen.

5. Mäßigung:
Stärken die vermeiden, dass man zu viel Energie investiert und Exzessen entgegenwirken
Vergebungsbereitschaft:
Die Bereitschaft, sich selber zu vergeben und auch anderen Fehler und Unrecht verzeihen zu können.
Bescheidenheit:
Zufrieden sein mit dem, was man erreicht hat
Vorsicht:
Behutsam mit anderen umgehen, nicht überreagieren oder etwas tun oder sagen, was bereut werden könnte
Selbstregulation:
Sich selbst realistisch einschätzen und regulieren was man tut und fühlt

6. Transzendenz:
Stärken die uns einer höheren Macht näher bringen und Sinn stiften
Sinn für das Schöne:
Die Schönheit im Alltag und in allen Lebensbereichen schätzen
Dankbarkeit:
Gegebenheiten bewusst wahrnehmen und schätzen
Hoffnung:
Gutes erwarten und daran arbeiten, um es zu erreichen
Humor:
Lachen und Humor schätzen, andere gerne zum lachen bringen
Spiritualität:
Einen höheren Sinn im Leben erkennen, Vertrauen für den eigenen Lebensweg, Überzeugung und Glaube, der Kraft gibt.

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